Kinder lieben es, sich zu bewegen. Sie spielen, lachen, stellen dar und schlüpfen mit Begeisterung in verschiedene Rollen. Genau dieses natürliche Bedürfnis nach Bewegung lässt sich hervorragend für die Sprachförderung nutzen. Besonders beim Erlernen von Verben bietet sich Pantomime als einfache und gleichzeitig sehr wirkungsvolle Methode an.
Mit den Pantomimekarten von Pipapinguin verbinden Kinder Sprache mit Bewegung. Genau dadurch bleiben neue Wörter häufig besser im Gedächtnis.
Warum sind Verben so wichtig?
Verben gehören zu den wichtigsten Wörtern einer Sprache. Sie beschreiben Handlungen, Vorgänge und Zustände und bilden das Herzstück eines Satzes. Ohne Verben können Kinder keine vollständigen Aussagen machen.
Gerade Kinder im Kindergarten und in der Primarschule bauen ihren Wortschatz in diesem Bereich noch intensiv aus. Dabei profitieren insbesondere Kinder mit Deutsch als Zweitsprache (DaZ) davon, wenn neue Wörter nicht nur gehört, sondern auch gesehen und selbst dargestellt werden.
Sprache wird durch Bewegung lebendig
Wenn Kinder eine Tätigkeit pantomimisch darstellen, setzen sie sich intensiv mit deren Bedeutung auseinander.
Sie überlegen:
- Wie sieht "weinen" aus?
- Woran erkennt man "rufen"?
- Wie unterscheidet sich "schwimmen" von "tauchen"?
- Wie kann ich "frieren" oder "gähnen" möglichst deutlich darstellen?
Dabei wird Sprache mit einer konkreten Handlung verknüpft. Dieses Zusammenspiel aus Bewegung, Wahrnehmung und Sprache unterstützt nachhaltiges Lernen.
Ideal für DaZ-Unterricht und Sprachförderung
Pantomime überwindet Sprachbarrieren. Kinder müssen ein Verb nicht zuerst erklären können, sie zeigen es einfach.
Dadurch eignen sich die Karten besonders für
- DaZ-Unterricht
- Sprachfördergruppen
- Kindergarten
- Unterstufe
- Heilpädagogik
- Logopädie
- Integrative Förderung
- Sprachheilschulen
Auch zurückhaltende Kinder beteiligen sich häufig gerne, weil sie nicht sofort sprechen müssen. Erst nach dem Darstellen wird gemeinsam das passende Verb gesucht und ausgesprochen.
So einfach funktioniert das Spiel
Ein Kind zieht eine Karte und betrachtet das Bild, ohne es den anderen Kindern zu zeigen.
Anschliessend stellt es das dargestellte Verb pantomimisch dar.
Die übrigen Kinder versuchen zu erraten, um welches Verb es sich handelt.
Die Spielidee lässt sich beliebig erweitern:
- Das Verb in einem Satz verwenden.
- Gegenteilige Verben finden (z. B. schwitzen - frieren).
- Synonyme sammeln.
- Die Verbform verändern (ich renne - wir rennen - er rannte).
- Verben nach Themen sortieren (Haushalt, Schule, Bewegung, Garten …).
Vielseitig im Unterricht einsetzbar
Die Karten eignen sich nicht nur als Pantomimespiel.
Sie können beispielsweise auch eingesetzt werden als:
- Gesprächsanlass im Morgenkreis
- Wortschatztraining
- Sprachfördersequenz
- Bewegungspause
- Lernspiel in Partnerarbeit
- Stationenarbeit
- Memory oder Zuordnungsspiel mit passenden Nomen
- Schreibanlass ("Ich sehe eine Maus, die …")
- Erzählimpulse
Durch die einheitliche Mausfigur erkennen Kinder die Karten sofort wieder. Die Konzentration liegt nicht auf wechselnden Figuren, sondern auf der dargestellten Handlung.
36 Verben kindgerecht illustriert
Alle Illustrationen zeigen dieselbe sympathische Maus in unterschiedlichen Alltagssituationen. Die klaren Schwarz-Weiss-Zeichnungen lenken den Blick auf das Wesentliche: das jeweilige Verb.
Die Motive orientieren sich am Wortschatz von Kindern im Kindergarten- und Primarschulalter und umfassen viele alltägliche Handlungen wie:
- trinken
- schlafen
- duschen
- falten
- messen
- malen
- lachen
- weinen
- klettern
- graben
- schieben
- schneiden
- rufen
- schwimmen
- und viele weitere.
Fazit
Guter Wortschatzunterricht lebt von aktiven Erfahrungen. Kinder lernen Sprache nicht nur durch Zuhören, sondern vor allem durch eigenes Handeln, Beobachten und Ausprobieren.
Die Pantomimekarten verbinden Bewegung, Spiel und Sprachförderung auf eine unkomplizierte Weise und eignen sich sowohl für den Regelunterricht als auch für DaZ, Heilpädagogik und Logopädie.
Wer Kinder zum Sprechen bringen möchte, muss ihnen oft nur einen kleinen Impuls geben und manchmal genügt dafür schon eine neugierige Maus, die ein Verb vormacht.